Verzicht auf Sachspenden

Bregenz, 24.12.2013. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich stellt die Medikamenten-Aktion auf eine neue Grundlage. Das Werk dankt den Sachspendern des Jahres 2013. Gleichzeitig bittet das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich die Ärzteschaft darum, in Zukunft keine Ärztemuster mehr zu spenden. Die Entscheidung wurde nach sorgfältiger Prüfung getroffen und hat fünf Gründe. 

(1) Auslöser ist die Einführung des schwarzen Dreiecks: Mit dem neuen Symbol werden seit Herbst 2013 all jene Medikamente gekennzeichnet, die unter einer besonderen Beobachtung stehen. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich begrüßt die neue Richtlinie als einen überfälligen Schritt zu mehr Transparenz. Das schwarze Dreieck schließt (2) an eine Reihe von geänderten und verschärften Vorschriften an. Hier ist die österreichische Apotheker-Verordnung ebenso zu nennen wie geänderte Vorschriften zum Arzneimittel-Import z.B. in Äthiopien. Das Aussätzigen-Hilfswerk begrüßt es, wenn die Verschreibung von Medikamten von der nationalen Gesundheitspolitik besser geplant und koordiniert wird: Das liegt im Interesse der Ärmsten der Armen und öffenet Zugänge zum Gesundheits-System. 

Ein zentrales Anliegen des Aussätzigen-Hilfswerk Österreich ist (3) die Reduktion von Kosten. Der Kauf von Generika ist in vielen Fällen preisgünstiger als Verwaltungshaltung und Transport. Zur Kostenreduktion gehört auch die effizientere Gestaltung von Verwaltungsvorgängen in den Partnerländern der Enwicklungszusammenarbeit - der Umgang mit fremdsprachigen Beipackzetteln und unterschiedlichen Verpackungen und Darreichungsformen wird unso ineffizienter, je heterogener der österreichische Medikamentenmarkt wird.

Die Beendigung der Aktion trägt damit (4) geänderten Rahmenbedingungen und insbesondere dem Fachkräfte-Mangel auf dem afrikanischen Kontinent Rechnung. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich konzentriert sich (5) sehr viel stärker auf das Mandat der Aussätzigen-Hilfe: Dabei geht es nicht nur um Lepra, sondern um die Gruppe der 17 vernachlässigten Tropenkrankheiten insgesamt. Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich zieht sich deshalb aus der Osteuropa-Hilfe zurück.



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