Eine globale Antwort auf eine globale Epidemie.

Die Schlüsselfragen zur Überwindung der TB.

Am 26. September 2018 findet das Gipfeltreffen der Vereinten Nationen zur Überwindung der Tuberkulose (TB) statt. Das United Nation High Level Meeting on TB (UNHLM TB) muss ein Wendepunkt in der weltweiten Anstrengung zur Überwindung der TB werden. 

Welche Maßnahmen müssen von den Staaten der Welt ergriffen werden, um die TB unter Kontrolle bekommen? Das sind die fünf Forderungen der Stopp-TB Partnerschaft:
 

Wir müssen die die Lücken bei der Diagnose, bei der Behandlung und der Vorsorge von TB schließen: Bis 2020 brauchen 40 Millionen Menschen Behandlung und 80 Millionen Vorsorge.

Darum muss sich die TB-Arbeit verbessern. Sie muss gerechter und rechteorientiert werden und sich am Menschen ausrichten. Sexarbeitende, Angehörige von Gesundheitsberufen, Gefangene – viele Personengruppen sind von TB besonders betroffen. Alle brauchen Zugang zu Unterstützung, ohne Diskriminierung. Wichtiger als die Patentrechte der Unternehmen ist der Mensch.

Wir brauchen neue diagnostische Methoden und Medikamente, die schneller heilen. Nur so lassen ich Resistenzen verhindern – und auch gegen die bestehenden Resistenzen braucht es neue Mittel. Das bedeutet auch: Wir brauchen neue Methoden der Forschungsförderung.

Wir brauchen mehr Geld für Forschung und Entwicklung. Zusammen mit der Stop-TB Partnerschaft der Vereinten Nationen fordert plan:g verbindlich Finanzierungszusagen.

Die Staaten der Welt müssen die politische Verantwortung für die Überwindung der TB übernehmen. Dazu gehört die Verpflichtung auf Ziele und die Bereitschaft zu einer regelmäßigen Zielüberprüfung.

 
Schlüsselfragen für die Überwindung der TB.

TB betrifft alle Menschen auf unserer Erde. An keiner übertragbaren Krankheit sterben mehr Menschen als an TB. Gleichzeitig ist TB eine Krankheit, die sehr stark von sozio-ökonomischen Faktoren abhängt: TB betrifft hauptsächlich die Armen oder sowieso schon Kranken. Darum ist die Überwindung der TB mehr als eine medizinische Frage: Es geht um Gerechtigkeit. 

Mit der Verpflichtung auf die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) hat sich auch Österreich verpflichtet, die TB-Epidemie bis 2030 beenden zu wollen. Wenn wir die politischen Prioritäten nicht verändern und nicht schneller forschen, werden wir das Ziel nicht 2030, sondern erst in 150 Jahre erreichen. 

Das bedeutet: Wenn wir jetzt nichts tun, werden bis 2030 28 Millionen Menschen vermeidbar sterben. Das ist unethisch – und unklug: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen würde das zu vermeidbaren Kosten in Höhe von USD 1.000.000.000.000 führen. 

plan:g fordert mit der Stopp-TB Partnerschaft: Die politisch Verantwortlichen in allen Staaten dieser Erde müssen Verantwortung für Gesundheit übernehmen.


Weil Sie sich für Gesundheit und die Eine Welt interessieren ...

 … haben Sie bis hierher gelesen. Dafür bin ich Ihnen dankbar. Denn die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Krankheit in der Einen Welt sind sehr komplex. In einer sich schnell verändernden Welt ist das Menschenrecht auf Gesundheit immer neuen Bedrohungen  ausgesetzt. Das gilt für die Gesundheit der Ärmsten ebenso wie für uns in Österreich. Darum versteht sich plan:g als Partnerschaft für globale Gesundheit.

Diese Partnerschaft braucht Ihr Mitdenken, Ihr Mithandeln und auch Ihre finanzielle Unterstützung. Werden Sie Teil der Partnerschaft für globale Gesundheit: Mit Ihrer Zahlung machen Sie Gesundheit ansteckend. Das geht schnell. Und mit unserem System sparen Sie die Gebühren der großen Zahlungsanbieter. Danke im Namen des ganzen Teams und im Namen unserer Partnerorganisationen — Pfr. Edwin Matt, Kuratoriumsvorsitzender. 

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