Im Jemen entsteht eine Fachklinik für Dermatologie. Das gibt Leprakranken eine neue Perspektive. Inmitten von Staatszerfall und Krieg.

Was ist noch wichtiger als ein neues Spital?

Kluge Bedarfsplanung und flexibles Management.

Projekt beendet

Ausgangslage

Vor Jahrzehnten bauten Schwestern der Gemeinschaft Mutter Teresas mitten im Jemen, in Taiz, ein Sterbehospiz für Leprakranke auf. Dank der Unterstützung der Aussätzigen-Hilfe wandelte sich das Hospiz zum Krankenhaus. Ein großzügiges Legat aus Vorarlberg gab vor einigen Jahren den Anstoß für einen Spitalsneubau – ein Projekt, an dessen Finanzierung sich mittlerweile weitere Geber wie die staatliche britische Entwicklungszusammenarbeit beteiligen.

Herausforderung

Das fünfstöckige Gebäude wird in zwei Bauphasen errichtet. Das Hanggeschoss, das Erdgeschoss und ein erstes Obergeschoss wurden bereits fertiggestellt. Mit der zweiten Phase (Obergeschoss und ein halbes Dachgeschoss) wurde 2014 begonnen. Die 2014 durchgeführte Zwischenevaluierung stellt fest: „Es verdient großen Respekt, dass ein komplexes Krankenhaus entsteht, das in jemenitischer Regie und unter außerordentlich schwierigen Umständen geplant und realisiert wird“. Allerdings wird auch festgehalten, dass das Krankenhaus „zu einer früheren Planungsphase hätte funktional optimiert werden können“. Dennoch: „Die Kosten von geschätzten 2,5 Millionen Euro sind sehr gering.“ Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich vermittelt die Expertise für die Bauausführung, begleitete auch die Evaluierung und lässt z.B. die Betonqualität (Foto) regelmäßig überprüfen.

Unsere Lernerfahrung

Das Beispiel zeigt, wie unsere österreichische Initiative viel höhere Finanzzusagen anderer Geber nach sich ziehen kann. Diesen Erfolg wollen wir wiederholen. Dennoch: In Zukunft soll es nicht mehr um die Kofinanzierung von Bauprojekten gehen. Wir wissen: Wichtiger als Beton sind Spitalsbetrieb und Management. Diese Prioritäten werden wir in Zukunft auch Legatsgeberinnen und -gebern besser erklären, damit diese den Bestimmungszweck nicht zu eng vorgeben. Deshalb laden wir dazu ein, Erbschaften unter Lebenden abzustimmen oder nicht zu widmen.

Nachhaltigkeit

In Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation soll die Fachklinik zum nationalen jemenitischen Kompetenzzentrum für Hautkrankheiten werden. Mitten in der jemenitischen Krise ist dies ein Zeichen der Hoffnung.
 
Deine Berührung ändert alles.
IBAN: AT89 5800 0000 2222 2228
BIC/SWIFT: HYPVAT2B
Danke für Ihre Spende!