Ugandas Straßenkinder sind von Tuberkulose bedroht. Wir setzen ihr Recht auf Behandlung durch.

Wie wird Tuberkulose- Therapie erfolgreich?

Durch Berührung der Schwächsten.

Ausgangslage

Jeder dritte Mensch ist mit Tuberkulose (TB) infiziert. Zum Ausbruch kommt die Krankheit aber nur bei geschwächter Immunabwehr. Weltweit verschärft sich das TB-Problem, weil die Bakterien immer widerstandsfähiger gegen bekannte Arzneimittel werden. Die Therapie ist dann nur noch mit einem teuren Tabletten-Mix möglich (Foto).

Die Herausforderung

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, leben wenigstens 5.000 besonders schutzbedürftige Straßenkinder. Bekommen diese Kinder keinen Zugang zu Diagnose und Behandlung, wird sich die TB in Uganda weiter ausbreiten. Zwar gibt es schon seit 1992 eine kostengünstige Strategie gegen Tuberkulose namens DOTS. Das steht für „Directly Observed Treatment Short-Course“, für „Kurzzeit-Behandlung unter direkter Beaufsichtigung“. Diese bewährte Kurzzeittherapie dauert aber wenigstens sechs Monate. Oft fühlen sich die Kranken schon viel früher etwas besser: Wer dann irgendeine Möglichkeit hat, wieder Geld zu verdienen, verzichtet auf den langen Weg in die Klinik. Und wird wieder zum Krankheitsüberträger. Die nicht vollständig behandelten Keime werden resistent: ein Teufelskreis.

Eine Lösung

Unsere Erfahrung in der Lepra-Arbeit lehrt uns, dass Mitarbeit und Einsicht der Kranken in den Therapieplan unverzichtbar sind. Es geht darum, die Hemmschwellen zur Diagnose und Behandlung abzubauen: Begleitung ist notwendig. Dadurch setzen wir das Recht auf Behandlung für die Schwächsten durch und durchbrechen den Teufelskreis von Armut und Ansteckung.

Wie wir das schaffen

Wir finanzieren Weiterbildung und Arbeit von Gesundheitspersonal, das sich gezielt um die Straßenkinder Kampalas kümmert. Straßenkinder, die unter mehrfach resistenten TB-Infektionen leiden, erhalten Zugang zur nationalen Fachklinik. Das schafft Gerechtigkeit. Und kommt langfristig allen zugute – letztlich auch uns in Österreich, denn TB ist ein weltweites Problem.

Das Projekt wurde möglich durch
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