Erythema nodosum leprosum ist oft tödlich. Und weitgehend unerforscht. Das ändern wir jetzt.

Wie vermeiden wir schwere Immunreaktionen?

Durch Verstehen der Ursachen.

Projekt beendet

Ausgangslage

Die Weltgesundheitsorganisation listet Lepra als eine von 20 „vernachlässigten tropischen Krankheiten“, für die wirksame und bezahlbare Heilmethoden fehlen. Die Vernachlässigung zeigt sich schon bei der Forschung. Denn weil arme Menschen keine teure Medizin kaufen, wird diese nicht entwickelt. Das ist unmenschlich. Und es ist kurzsichtig, denn Gerechtigkeit im Gesundheitssektor wäre gut für alle: Schließlich hängt die Gesundheit von uns Menschen (wie auch die von Tieren und Pflanzen) eng zusammen. Wir leben in einer Welt.

Erythema nodosum leprosum (ENL)

Es ist der große Erfolg der Lepra-Arbeit, dass die Krankheit mit einer Kombination verschiedener Antibiotika gut behandelbar ist. Doch es gibt Ausnahmen: So ist das ENL-Krankheitsbild („Lepra-Knotenrose“) eine schwere immunologische Komplikation, die Personen mit lepromatöser Lepra betrifft. Das ist die schwerste Form der Lepra, bei der sich die Bakterien über Blutbahnen, Nervengewebe, Schleimhäute und das Lymphsystem im ganzen Körper verteilen. Bei der ENL reagiert der Körper extrem heftig auf die Bakterien: so stark, dass Kranke an der Reaktion sterben können. Bekannte Medikamente wirken begrenzt, sind schlecht verfügbar und haben hohe Nebenwirkungen.

Wir warten nicht länger

Die Industrie wird nicht in die notwendige Forschung investieren. Darum finanziert das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich ab sofort eine immunologische Studie unter Leitung der renommierten London School of Hygiene & Tropical Medicine. Die Immunologen erforschen die Reaktion unseres Körpers auf das Eindringen körperfremder Substanzen. Im ENL-Programm erarbeiten Partner aus sieben Staaten Forschungsdesigns und Studienwerkzeuge. Im ersten Schritt wird die Schwere der ENL klassifiziert. Die Ergebnisse werden im Team analysiert: So helfen wir, die bei ENL ablaufenden Mechanismen zu verstehen. Das ist für die Behandlung der Knotenrose, die auch bei anderen Krankheiten auftritt, dringend nötig. Das Projekt stärkt notwendige Forschungskapazitäten nachhaltig.
 
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