Jetzt Standard: Ein Geschenkpapier für alle, die sich nicht einwickeln lassen wollen.

Das Private ist politisch. Und umgekehrt.

Das Wimmelbild

www.weltgesundheit.org
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(Bregen, Wien). Zu Weihnachten gibt's Geschenke. Heuer haben wir selbst eines bekommen, nämlich eine großzügige Unterstützung bei einer Anzeige in der Weihnachtsausgabe von DER STANDARD. Das geben wir gleich weiter: An Heiligabend bekommen alle STANDARD-Leser*innen, die sich nicht einwickeln lassen wollen, einen Bogen Geschenkpapier. Das Motiv gibt es auch online. Bevor also Heiligabend der familiäre Diskussionsstoff ausgeht, lädt plan:g zum Besuch auf www.weltgesundheit.org ein. Wer den STANDARD verpasst hat, kann das Poster nachbestellen oder eben online wimmeln. Wir danken dem STANDARD für die gute Zusammenarbeit.

Die Arbeit im Gesundheitssektor der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) führt in extreme Grenzbereiche. Nicht nur im Sinai werden Menschen umgebracht, um ihre Organe zu rauben. Themen wie fehlender Versicherungsschutz, HIV/Aids, Leihmutterschaft, vernachlässigte Krankheiten oder das seuchenhafte Auftreten nichtübertragbarer Krankheiten führen zu sehr grundsätzlichen Fragen nach dem Wesen des Menschen in seiner Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zur Schöpfung.

plan:g – Partnerschaft für globale Gesundheit ist Teil der katholischen Kirche. Darum stellen sich für plan:g auch Fragen nach der kirchlichen Verantwortung, über die wir informieren und der wir entsprechen wollen.

Menschen, die in Medizin-, Heil-, Pflege- und Gesundheitsberufen arbeiten, stehen vor besonderen Herausforderungen. In kaum einer anderen Berufsgruppe sind professionelles tägliches Tun, persönliche Haltung und politische Rahmenbedingungen auf eine so unmittelbare und essentielle Weise miteinander verknüpft. Es geht um Gesundheit und Krankheit, oft um Leben und Tod.

Der einzelne Mensch in seiner Rolle als Ärzt*in, Apotheker*in, dienstleistende Person in einem Medizinberuf oder als Arbeitnehmer*in der Pharma- oder Medizingeräte-Industrie kann die Komplexität des Gesundheitssektors so gut wie nicht mehr durchschauen. Aber alle wissen, dass sie mit ihrer Arbeit für Patient*innen in unmittelbarer Beziehung zum Menschsein stehen.

Bewusst oder unbewusst ist allen klar, dass die Bedingungen von Gesundheit und Krankheit mit politischer Gerechtigkeit zu tun haben: Wer arm ist, stirbt früher. Bewusst oder unbewusst ist allen klar, dass Gesundheit und Krankheit globale Ursachen haben: Wirtschaftliche Interessen, der Klimawandel, Kriege und politische Unterdrückung – all dies spielt zusammen.

Menschen neigen dazu, komplexe Probleme zu vereinfachen. Probleme werden in einzelne Teile zerlegt und gesondert betrachtet. Das ist in der Medizin und in der Entwicklungszusammenarbeit so. Manchmal werden in der Entwicklungszusammenarbeit komplexe Probleme nicht nur vereinfacht, sondern individualisiert und emotionalisiert: Das kann in die armutspornografische Darstellung von Leiden führen.

Armutspornographie, das ist die Zurschaustellung des kranken afrikanischen Hungerkindes, der emotionale Appell an die wohltätige Spende. Armutspornografie ist ein Zeichen für ethische, intellektuelle und spirituelle Leere, die Entwicklung verhindert.

Auch gutgemeinte wohltätige Projekte können kontraproduktiv sein, weil sie die gerechte Entwicklung von Gesundheitssystemen behindern. Die Einzelfallhilfe ist in Nothilfesituationen ethisch geboten. Die dauernde Einzelfallhilfe verunmöglicht Entwicklung.

Das Wimmelbild zeigt die komplexen Bedingungen von Gesundheit, Krankheit und Entwicklung in der Einen Welt. Sehen, urteilen, handeln ist ein in der katholischen Kirche bekannter analytische Dreischritt: Das Wimmelbild lädt zum Sehen ein. Und damit, sich näher mit der Arbeit von plan:g – Partnerschaft für globale Gesundheit zu beschäftigen. 

Entstanden ist das Bild in der täglichen Arbeit von plan:g – Partnerschaft für globale Gesundheit, in der Beschäftigung mit den Fragestellungen von Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit. Die einzelnen Szenen wurden von der Grafikerin Alice Ruzzettu umgesetzt.

Das Poster können Sie hier bestellen.



Weil Sie sich für Gesundheit und die Eine Welt interessieren ...

 … haben Sie bis hierher gelesen. Dafür bin ich Ihnen dankbar. Denn die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Krankheit in der Einen Welt sind sehr komplex. In einer sich schnell verändernden Welt ist das Menschenrecht auf Gesundheit immer neuen Bedrohungen  ausgesetzt. Das gilt für die Gesundheit der Ärmsten ebenso wie für uns in Österreich. Darum versteht sich plan:g als Partnerschaft für globale Gesundheit.

Diese Partnerschaft braucht Ihr Mitdenken, Ihr Mithandeln und auch Ihre finanzielle Unterstützung. Werden Sie Teil der Partnerschaft für globale Gesundheit: Mit Ihrer Zahlung machen Sie Gesundheit ansteckend. Das geht schnell. Und mit unserem System sparen Sie die Gebühren der großen Zahlungsanbieter. Danke im Namen des ganzen Teams und im Namen unserer Partnerorganisationen — Pfr. Edwin Matt, Kuratoriumsvorsitzender. 

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